Club für Molosser e.V.

Dogue de Bordeaux, Mastiff, Bullmastiff, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Tosa Inu, Mastin Espanol, Mastin del Pirineo

Fila Brasileiro Informationen

Rassebetreuerin

Kerstin Brümmer-Heinks
Zollhausstraße 1
26802 Moormerland
Fon: 04924 955850
Mobil:0151 40738799
eMail:
Fila Brasileiro Welpen aktuell

Züchterliste

Rasseportrait „Fila Brasileiro“

Laut alter Quellen brachten portugiesische Einwanderer Hunde mit nach Brasilien die sich dort mit den ansässigen Schlägen vermischten. Zu den Vorfahren zählen wohl unter anderem der Mastiff, der Bloodhound und Bulldoggen.

Der Fila hat kraftvolle Knochen, ist gut proportioniert und sehr beweglich. Charakteristisch für Ihn ist der „Paßgang“ das heißt das sich die Läufe auf jeder Seite vollkommen regelmäßig als Paar vor- und zurückbewegen. Ebenfalls unabdingbare äußerliche Merkmale sind die lose Haut, eine ausgeprägte Gesichtsfalte, das betonte Hinterhauptbein, die Körperunterlinie, der gute Geruchssinn und die tiefe Stimme.

Die oftmals einsam und isoliert gelegenen Haziendas/Farmen in Brasilien brauchten mutige Hunde zum Schutz, einen Hund der die Vieherden zusammen hielt und vor Raubtieren schützte. Ebenso wurde der Fila für die Jagd eingesetzt da er groß, mutig und ausdauernd ist.

Der Fila Brasileiro benötigt bis zu 3 Jahren bis er körperlich und charakterlich „ausgewachsen“ ist. In dieser Zeit ist es wichtig ihn liebevoll aber konsequent zu erziehen und ihn an die alltäglichen Dinge im Leben heran zu führen. Für ein friedliches Miteinander und gerade in der heutigen Zeit sollte jeder Halter auf einem guten Hundeplatz mit seinem Fila die Ausbildung zum verkehrssicheren Begleithund absolvieren.

Ursprungsland : Brasilien

Gewicht :
Hündinnen Minimum 45 kg
Rüden Minimum 50 kg

Schulterhöhe :
Hündinnen 60 – 70 cm
Rüden 65 – 75 cm

Fell :
Kurz, glatt, dicht und fest am Körper anliegend

Fellfarben :
Gestromt und einfarbig mit Ausnahme von weiß, mausgrau und gefleckt

Anerkannt durch :
FCI – FCI-Gruppe : 2, Molosser

 

 

FCI – Standard Nr. 225 / 23. 04. 2004 / D

Übersetzung: Frau Diana Hermann / Club für Molosser e.V. Überarbeitet von Michele Chauliac.

 

Ursprung: Brasilien.

 

Datum der Publikation des gültigen Original- Standards : 10.03.2004.

 

Klassifikaton FCI: Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen. Sektion 2 Molossoide, Doggenartige Hunde. Ohne Arbeitsprüfung.

Allgemeine Gestalt: Typisch molossoide Rasse. Kraftvolle Knochen, rechteckiger Aufbau, kompakt dennoch harmonisch und gut proportioniert. Zu seiner Schwere gesellt sich eine leicht erkennbare Behändigkeit. Hündinnen müssen ausgesprochen feminin sein, was sie auf den ersten Blick von einem Rüden unterscheidet.

Wichtige Proportionen:

  • Fang etwas kürzer als der Schädel.
  • Die Körperlänge, gemessen von der Brustbeinspitze zum Hinterteil der Schenkel ist 10 % länger als die Widerristhöhe.

Charakter und Wesen: Ein bedeutender Teil seiner Charakteristika sind Mut, Entschlossenheit und herausragende Tapferkeit. Er ist seinem Besitzer und dessen Familie gegenüber fügsam und Kindern gegenüber äußerst tolerant. Seine Treue wurde in Brasilien sprichwörtlich. Er sucht immer die Gesellschaft seines Herrn. Einer seiner Wesenszüge ist sein Misstrauen Fremden gegenüber. Sein Verhalten, heiter, offenbart seine sprichwörtliche Selbstsicherheit und Vertrauen. Er verträgt perfekt ein isoliertes Ambiente und einzelne Geräusche. Ein unübertroffener Wächter von Eigentum . Vom Instinkt ein Jagdhund für Großwild und für die Arbeit an der Herde. Blick, Ausdruck : In Ruhestellung, gelassen, erhaben und voller Selbstvertrauen. Zeigt niemals einen gelangweilten oder abwesenden Ausdruck. Wenn der Hund aufmerksam ist, spiegelt sein Ausdruck Entschlossenheit und Wachsamkeit, gepaart mit einem entschlossenem durchdringenden Blick.

Kopf: Gross, schwer wuchtig, dabei immer in guter Proportion zum gesamten Körper. Von oben gesehen ähnelt er einem Trapez in das der Kopf in Form einer Birne eingepasst ist. Schädel: Im Profil beschreibt der Schädel eine sanfte Kurve vom Stop zum Hinterhauptstachel, dieser ist ausgeprägt, insbesondere bei Welpen. Von vorne betrachtet ist der Schädel gross, breit, die obere Linie leicht gewölbt. Die Seitenlinien verlaufen nahezu senkrecht nach unten, dabei in einem Bogen, der sich in Fangrichtung verjüngt. Stop: Von vorne gesehen ist er praktisch nicht vorhanden. Die Mittelfurche ist leicht ausgeprägt und steigt sanft nach oben an. Von der Seite gesehen ist der Stop gering, schräg und wird scheinbar nur durch die gut entwickelten Augenbrauen geformt.

Gesichtsschädel:

Nasenschwamm: Nasenlöcher breit, gut entwickelt ohne die Breite der Kieferknochen zu erreichen. Von schwarzer Farbe. Fang : Kräftig, breit und tief, immer im Einklang mit dem Schädel. Der Fang ist am Ansatz sehr tief, die Tiefe ist aber nicht größer als die Länge des Fangs. Von oben betrachtet ist er unter den Augen gut ausgefüllt, verjüngt sich bis zur Mitte des Fanges und wird dann bis zum Ende des Fanges hin wieder geringfügig breiter. Von der Seite betrachtet ist der Fang gerade oder leicht abwärts gebogen, aber niemals aufwärts gebogen. Die Unterlinie ist fast parallel mit dem Nasenrücken, mit einer Vertiefung genau unterhalb des Nasenschwammes.

 

Lefzen: Oberlippe dick, hängend, über die Unterlippe fallend und formt so die Unterlinie des Fanges, diese ist nahezu parallel zur oberen Linie des Fanges. Unterlippe bis zu den Fangzähnen eng am Kieferknochen anliegend, von da an lose mit gezahnten Rändern und Enden mit sichtbaren Lefzenwinkeln. Die Lippenränder formen ein tiefes umgekipptes „U“.

 

Kiefer/ Zähne: Die Zähne sind breiter als lang, kräftig und weiss. Die oberen Schneidezähne sind an der Wurzel breit und an den Kanten scharf. Die Fangzähne sind kraftvoll, gut und weit voneinander in den Kiefern eingesetzt. Das ideale Gebiss ist das Scherengebiss, ein Zangengebiss ist jedoch zulässig.

 

Augen: Mittelgross bis gross, mandelförmig, ziemlicht weit von- einander und mittel bis tief gebettet. Erlaubte Augenfarben von dunkelbraun bis gelb immer in Übereinstimmung mit der Farbe des Haarkleides. Auf Grund der Fülle von loser Haut haben viele Filas herabhängende Augenlider, dieses wird nicht als Fehler angesehen, da dieses Detail den für diese Rasse typischen melancholischen Ausdruck unterstreicht.

 

Ohren: Hängend, gross, dick, V – förmig. Breit am Ansatz, sich zur Spitze hin verjüngend. Abgerundete Spitzen. Am hinteren Teil des Schädels, in Ruhestellung in Höhe der Augen angesetzt. Im Affekt befinden sich die Ohren oberhalb dieser ursprünglichen Position. Sie sind schräg am Ansatz. Der Ansatz der Vorderkante ist Höher als der der Hinterkante, sie zeigen sich herabfallend an der Seite oder zurück- gefaltet und lassen dann das Innere des Ohres sichtbar werden, Rosenohr.

Hals: Aussergewöhnlich kräftig und bemuskelt, er wirkt kurz. An der Oberseite leicht gebogen und gut vom Kopf abgesetzt. Kehlwamme.

Körper: Stark, breit und tief, mit dicker und loser Haut bedeckt. Der Brustkorb ist länger als der Hinterleib.

 

Obere Linie: Der Widerrist ist etwas tiefer als die Kruppe, in der abfallenden Linie breit durch den Abstand zwischen den Schulterblättern. Hinter dem Widerrist ändert die Oberlinie ihre Richtung und steigt zum Hinterteil der Kruppe sanft an. Die Rückenlinie zeigt keinerlei Anzeichen eines gekrümmten oder eines Senkrückens. (Karpfenrücken).

Lendenpartie und Flanke: Kürzer, nicht so tief wie der Brustkorb. Lendenpartie und Brustkorb sind deutlicher voneinander abgesetzt. Bei Hündinnen sind die Flanken im unteren Bereich besser entwickelt. Von oben gesehen ist die Lendenpartie schmaler als Brustkorb und Kruppe, sie sollte aber keine Taille bilden.

 

Kruppe: Breit und lang, bildet mit der Horizontalen einen Winkel von annähernd 30°, leicht gerundet. Die Kruppe ist ein wenig höher als der Widerrist. Von hinten betrachtet ist die Kruppe etwa so breit wie der Brustkorb, bei Hündinnen darf sie breiter sein.

 

Brust: Gut gewölbte Rippen, diese Wölbung darf allerdings die Stellung der Schulter nicht beeinträchtigen. Tiefe und geräumige Brust, die bis zu den Ellenbogen reicht. Sehr deutliches Brustbein.

 

Untere Profillinie und Bauch: Langgestreckte Brust mit einer zum Boden, auch in allen Verlängerungen der Brust parallel verlaufenden Linie. Bauchlinie nach hinten gering ansteigend, jedoch nicht windhundartig.

 

Rute: Sehr breit am Ansatz, mittelmässig angesetzt, verjüngt sich schnell und endet deutlich auf Höhe des Sprunggelenkes. Sofern der Fila aufgeregt ist wird die Rute hoch getragen und die Biegung an der Spitze ist stärker betont. Sollte nicht auf den Rücken fallen oder eingerollt sein.

 

Gliedmaßen Vorderhand: Die Höhe des Vorderlaufs, vom Ellenbogen bis zum Boden soll gleichlang sein, wie die Höhe vom Ellenbogen zum Widerrist.

 

Schulter: Die Schulter sollte von zwei gleichlangen Knochen gebildet werden (Schulterblatt und Oberarmknochen). Das Schulterblatt bildet mit der Horizontalen einen Winkel von 45°, der Oberarmknochen einen Winkel von ca. 90° zum Schulterblatt. Die Verbindung von Schulterblatt und Oberarmknochen bildet das Schultergelenk. Dieses befindet sich auf einer Höhe mit der Vorbrust, jedoch geringfügig dahinter. Im Idealfall befindet sich das Schultergelenk auf halber Höhe von der Unterkante der Brust zum Widerrist. Eine gedachte Senkrechte von Widerrist sollte den Ellenbogen durchqueren und den Fuß erreichen.

Unterarm: Kräftige Knochen, Läufe parallel und gerade. Fusswurzel: Kräftig und gut sichtbar. Vordermittelfuß: Kurz, leicht schräg. Pfoten: Kräftig und gut gewölbte Zehen, diese sind nicht zu dicht geschlossen. Die Stütze erfolgt auf dicken Zehen, mit guten Ballen, breit, lang und dick. Im Idealfall zeigen die Zehen gerade nach vorn. Starke dunkle Zehennägel können weiß sein, wenn die Zehen weiß sind.

Gliedmaßen Hinterhand: Weniger schwere Knochen als bei den Vorderlaüfen, jedoch niemals insgesamt eine leichte Knochensubstanz. Die Hinterläufe sind im Lot.

Oberschenkel: Sind aufgrund der starken Bemuskelung gerundet. Diese Muskeln kommen von Darmbein (Illium) und Sitzbein (Ischium), diese bilden die Außengrenze der Hinterhand. Aus diesem Grund muss das Sitzbein (Ischium) eine gute Länge haben.

Fusswurzel: Kräftig.

Hintermittelfuss: Leicht schräg und höher als der Vordermittelfuss. Knie und Sprunggelenk mässig gewinkelt.

Hinterpfoten: Ein wenig mehr oval als die Vorderpfoten, aber ansonsten gilt die gleiche Beschreibung. Sollte keine Afterkrallen haben.

Gangwerk: Raumgreifender Gang, weich, erinnert an große Katzen. Sein Hauptmerkmal ist der Passgang – eine Gangart im Zweiertakt, bei dem sich die Läufe einer jeden Seite vollkommen gleichmässig als Paar vorwärts und Rückwärts bewegen. Dies ergibt eine rollende und schaukelnde Bewegung des Rumpfes (der sogenannte „Kamelpassgang“), betont entlang der gesamten oberen Linie bis hin zur Rute. Im Schritt wir der Kopf tiefer als die Rückenlinie getragen. Der Fila zeigt einen Trab, leicht, harmonisch, frei mit raumgreifenden Schrittlängen. Der Galopp ist kraftvoll, zeigt eine für einen so großen Hund ungeahnte Geschwindigkeit. Aufgrund seines typisch molossoiden gelenkigen Aufbaus hat man beim Bewegungsablauf des Fila den Eindruck, er könnte sofort und sehr schnell die Richtung ändern.

Haut: Eines der wichtigsten Rassekennzeichen ist die dicke, lose Haut, die den ganzen Rumpf bedeckt hauptsächlich am Hals, bilden deutlich Wammen, in vielen Fällen verlängern sie sich am Brustbein und am Bauch. Einige Filas haben eine Falte an den Seiten des Kopfes, oder am Widerrist, diese Falte läuft bis zur Schulter hinab. Ist der Fila in Ruhestellung, ist der Kopf frei von Faltenbildung. Sobald seine Aufmerksamkeit erregt wird bilden sich durch Zusammenziehen der Schädelhaut und der aufgeregten Ohren kleine Falten in Längslinien auf dem Schädel.

Haarkleid:

Haar: Kurz, glatt, dicht und straff am Körper anliegend.

Farbe: Alle einfarbigen mit Ausnahme der disqualifizierenden Farben, gestromt auf einfarbigen Untergrund mit mehr oder weniger dunklen Streifen. Eine schwarze Maske kann, aber muss nicht vorhanden sein. Bei allen erlaubten Farben dürfen weiße Abzeichen an den Pfoten der Brust und an der Rutenspitze vorhanden sein. Weiße Flecken auf dem übrigen Haarkleid ist ein Fehler.

Grösse: Widerristhöhe: Rüden: 65 bis 75 cm. Hündinnen: 60 bis 70 cm.

Gewicht: Hündinnen: Minimum 40 kg. Rüden: Minimum 50 kg.

Fehler: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Schwere Fehler: 

  • Kurzer Fang.
  • Kleine Ohren.
  • Hoch angesetzte Ohren.
  • Übermäßig helle Augen.
  • Faltenbildung am Schädel, wenn der Fila in Ruhestellung ist.
  • Vorbiss.
  • Doppelkinn (Hautfaltung vor der Wamme).
  • Senkrücken.
  • Schmale Kruppe.
  • Über den Rücken gerollt getragene Rute.
  • Zu geringe Brusttiefe.
  • Stark ausgedrehte Vorder- und Hintermittelfuss.
  • Übertrieben gewinkeltes Sprunggelenk.
  • Kurztrittig.

Sehr schwere Fehler:

  • Gleichgültig und schüchtern.
  • Quadratische Silhouette.
  • Kleiner Kopf.
  • Deutlicher Stop, wenn von vorne betrachtet.
  • Kurze obere Lippe.
  • Hervortretende Augen. Runde Augen. Nicht pigmentierte Augenlider.
  • Fehlen von zwei Zähnen, mit Ausnahme der P1 (Prämolar 1) oder erste Prämolar.
  • Fehlende Wamme.
  • Karpfenrücken Horizontale obere Linie.
  • Obere Linie übertrieben hochgezogen.
  • Leichter Knochenbau. Fehlende Substanz.
  • Kuhhessigkeit.
  • Mangelhafte Hinterhandwinkelung (genannt „Schweine-beine“).
  • Weiße Abzeichen, die mehr als ein viertel des Körpers bedecken.
  • Größer als das Maximum.

Ausschliessende Fehler: 

  • Aggressiv oder Scheu.
  • Rosa Nasenschwamm.
  • Rückbiss.
  • Vorbiss, bei dem die Zähne bei geschlossenem Fang sichtbar sind.
  • Fehlen eines Fangzahnes oder eines Molars, mit Ausnahme des M3.
  • Blaue Augen (verschiedenfarbige Augen).
  • Kupierte Ohren oder kupierte Rute.
  • Kruppe niedriger als Widerrist.
  • Kein Passgang.
  • Mangel an weicher und loser Haut.
  • Weisse Hunde, mausgraue, gefleckt mit kleinen oder großen Flecken, Black and tan und blaue Hunde.
  • Größe unter das Minimum.
  • Cryptorchide oder Monorchide, künstliche Hoden, Albino, Mangel an Typ Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

Bilder: CBKC