Club für Molosser e.V.

Dogue de Bordeaux, Mastiff, Bullmastiff, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Tosa Inu, Mastin Espanol, Mastin del Pirineo

Mastin del Pirineo Informationen

Rassebetreuer

Marianne Hauptfleisch
Am Hochbehälter 2
34516 Vöhl-Marienhagen
Fon: 05635 7454100
eMail:
 
Mastin del Pirineo Welpen aktuell
 
Züchterliste
 
Die Geschichte des Mastin del PirineoDie Pyrenäen sind die Heimat des mächtigen spanischen Gebirgshundes, der sowohl Mastin del Pirineo als auch Perro Mastin del Pirineo, Mastin Pirenaico, Mastin d´ Aragon und Mastin dell Aragò genannt wird. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Golf von Biskaya bis zum Golfe du Lion. Man kennt den attraktiven Vertreter der Hundewelt auf der spanischen und auf der französischen Seite der Pyrenäen.Der imposante und überaus attraktive Hunderiese ist vermutlich ein direkter Nachfahre der Herdenschutzhunde, die seit über 3000 Jahren auf der iberischen Halbinsel lebten. Ihr Ursprung geht auf die Zeit zurück, in der die Schafzucht eine der Haupteinnahmequellen araginischer Nomaden war.

Die nomadischen Völker vertrauten auf große kräftige Hunde, welche die Schafherden vor Wölfen und Bären schützen mussten. Hungrige vierbeinige (und zweibeinige) Räuber lauerten fast überall und die Nomaden konnten nicht riskieren, einen Teil ihrer Schafherde zu verlieren.

Extreme Lebensbedingungen

Das Arbeitsumfeld stellte höchste Anforderungen an die Herdenschutzhunde: Sie mussten selbständig arbeiten und Feinde abschrecken beziehungsweise in die Flucht schlagen, ohne dabei die Herde aus den Augen zu verlieren oder sie gar im Stich zu lassen. Kraft, Mut, Ausdauer, Intelligenz, eine unumstößliche Treue gegenüber der Herde sowie Wachsamkeit zählten zu den wichtigsten charakterlichen Attributen.

Die Hunde, deren empfindliche Kehle durch ein massives mit Stacheln besetztes Halsband geschützt wurde, mussten über eine hohe Reizschwelle verfügen und wirklich nur dann angreifen, wenn Gefahr drohte, zumal der Hund im Ernstfall das hohe Risiko einging, selbst verletzt zu werden und dadurch u.U. sein Leben zu verlieren. Seine bloße Gegenwart, seine Imposanz, seine Wachsamkeit und sein kraftvolles und abschreckendes Bellen stellten bereits ein hohes Maß an Schutz für die Herde dar. Ein übersteigertes Aggressionsverhalten, das sich eventuell sogar noch gegen den Hirten richtete, war undenkbar und absolut unerwünscht. Ein guter Herdenschutzhund sollte wachsam und zugleich sanft zu „seinem Rudel“ bzw. seiner Herde sein, auf die er von Welpenalter an sozialisiert wurde.

Die klimatischen Bedingungen erforderten eine robuste Gesundheit, ein pflegeleichtes Fell und eine vorzügliche Widerstandskraft gegenüber den härtesten Witterungsbedingungen. Die Nomaden trieben ihre Herden jahreszeitlich bedingt auch auf hoch gelegene Weiden oder aber in tiefliegende Täler. Die Temperaturunterschiede waren enorm: Eisiger Wind und klirrende Kälte wechselten sich mit sengender Sonne ab.

Der drohende Untergang

Als sich die Anzahl der in den Pyrenäen lebenden Wölfe und Schafe drastisch reduzierte, ebbte auch das Interesse an imposanten Herdenschutzhunde ab. Der spanische Bürgerkrieg tat sein übriges: Nach jahrelangen Kriegswirren ging es vielen Spaniern finanziell schlecht und nur die wenigsten konnten es sich leisten, einen Hunderiesen durchzufüttern.

Die Population der Herdenschutzhunde schrumpfte von Jahr zu Jahr und um Haaresbreite wären diese wundervollen Riesen vollständig verschwunden. Eine kleine Anzahl überlebte auf spanischen Haciendas, wo man die freiheitsliebenden Hunde überwiegend als Wach- und Kettenhunde hielt.

Die Rettung der Rasse

1946 manifestierte sich endlich kynologisches Interesse an den imposanten Hunderiesen. Die Spanier unterteilten alle spanischen Herdenschutzhunde in einzelne Rassen und begannen mit einer kontrollierten Zucht. 1977 erfolgte die Gründung des spanischen Club del Mastin del Pirineo, der sich die Wiederbelebung der Rasse zum Ziel setzte. Die Mitglieder des Clubs durchkämmten die Pyrenäen und suchten intensiv nach den letzten typvollen Exemplaren. Mit Erfolg. Dennoch belief sich die Anzahl der Eintragungen 70er Jahren lediglich auf 24 Hunde. Das allgemeine Interesse war einfach noch zu gering.

Anfang der 80er Jahre ging es allmählich bergauf: Schweden zeigte als erstes nichtspanisches Land Interesse am Mastin del Pirineo und initiierte gezielte Zuchtprogramme, die leider durch ein verstärktes Auftreten der Hüftgelenksdysplasie (HD) beeinträchtigt wurden. Finnland und Norwegen folgten den Schweden auf den Fuß und auch in Frankreich ließ sich ein wachsendes Interesse an der traditionellen Rasse verzeichnen. Nach und nach erzielte man auch außerhalb Spaniens durchaus zufriedenstellende Zuchtergebnisse.

1980 wurde der Mastin del Pirineo zuchtbuchlich erfasst. Eine Publikation des FCI-Rassestandards folgte 1982. Seit 1995 wird diese Rasse auch in Deutschland vom Verband für das Deutsche Hundewesen e.V. (VDH) betreut und gezüchtet.

Der Charakter

Instinktsicher und freundlich

Mastin del Pirineo gelten als ausgeglichene, treue Hunde mit einem zuverlässigen Charakter. Ihr grenzenloser Mut und ihre enorme Ausdauer, ihre Loyalität, Instinktsicherheit und Kraft lassen keinen Zweifel daran, dass ihre Vorfahren äußerst effektive Herdenschutzhunde waren.

Trotz dieser wehrhaften Eigenschaften erweisen sich artgerecht gehaltene und gut sozialisierte Mastin als sehr menschenbezogen und ruhig.

Der sanfte Riese braucht einen engen Kontakt zu seiner Familie und sollte keinesfalls in einem Zwinger leben. Soziale Kontakte sind überaus wichtig für sein Wohlbefinden: Kinder werden freundlich akzeptiert und dürfen ausgelassen mit dem schwergewichtigen Spielkameraden herumtoben. Obwohl ein Mastin del Pirineo die ihm anvertrauten Kinder aufrichtig liebt und sie gegen jegliche Gefahr beschützen würde, sollte man ihn – genau wie jeden anderen Hund auch – nicht unbeaufsichtigt bei Kindern lassen. Der menschliche Nachwuchs muss erst einmal lernen, mit einem Hund umzugehen und schlägt bei den ersten Versuchen häufig über die Stränge.

Artgenossen und anderen Haustieren gegenüber erweisen sich gut sozialisierte Mastin del Pirineo als ausgesprochen verträglich und gutmütig.

Die Erziehung erfordert Fingerspitzengefühl

Mastin del Pirineo haben den Ruf, relativ leicht erziehbar zu sein. Allerdings beruht der Erziehungserfolg auf einem partnerschaftlichen Verhältnis zwischen Hund und Halter und lässt sich keinesfalls durch überzogene Strenge oder gar körperliche Züchtigungen erreichen. Ein Mastin gehorcht aus reiner Zuneigung zu seinem Besitzer.

Geht dieser verständnisvoll und mit liebevoller Konsequenz mit seinem Hund um, wird er die besten Ergebnisse erzielen.

Man sollte immer daran denken, dass Mastin del Pirineo seit jeher selbständig arbeitende Hunde waren. Ihnen allein oblag der Schutz der Herde, mit der sie häufig lange Zeitspannen allein gelassen wurden.

Sie mussten entscheiden, ob Gefahr drohte oder nicht und richteten ihre individuellen Reaktionen mehr nach dem eigenen Instinkt als nach den Anweisungen des Hirten aus. Von selbständig agierenden Hunden kann man keinen „Kadavergehorsam“ erwarten. Sie wurden nicht dazu gezüchtet, dem Menschen aufs Wort zu gehorchen. Trotz allem: Mit Konsequenz und Einfühlungsvermögen lassen sich auch einem Mastin die Grundlagen der Erziehung nahe bringen und es ist wichtig, dass der Hunderiese seinen Besitzer bedingungslos akzeptiert und lernt, welches Verhalten erwünscht, welches jedoch unerwünscht ist.

Es ist sogar durchaus denkbar, mit ihm eine Begleithundeprüfung abzulegen. Vom Schutzdienst sollte man allerdings prinzipiell absehen.

Für wen ist der Hunderiese geeignet?

Der Mastin del Pirineo ist ein ausgezeichneter Familienhund, der eine für große Hunde hohe Lebenserwartung von 10 bis 15 Jahren hat. Allerdings sollten einige Grundvoraussetzungen gegeben sein, damit er sich im Kreise seiner Lieben auch wirklich wohlfühlt: Aufgrund seiner Größe ist er keinesfalls der optimale Hund für das Leben in einer kleinen Stadtwohnung. Ein Haus mit Garten, den der Hund nach Belieben aufsuchen kann, entspricht schon eher einem mastingerechten Lebensumfeld. Entsprechend muss sei Halter ggf. Sorge für eine Umzäunung tragen, auch kann das wachsame Bellen des Hundes zu Verstimmungen in der Nachbarschaft führen.

Der Hunderiese liebt den Kontakt zu seinen Menschen und darf keinesfalls vom Alltagsleben ausgeschlossen oder sogar in einen Zwinger gesperrt werden. Isolation und eine nichtartgerechte Haltung würden den intelligenten Vierbeiner zu einem seelischen Krüppel und damit möglicherweise zu einer Gefahr machen.

Aufgrund seines pflegeleichten Fells eignet sich ein Mastin auch für Hundehalter, die sich nicht täglich stundenlang durch die Haarpracht ihres Lieblings arbeiten wollen. Sein Fell ist sozusagen selbstreinigend: Verschmutzungen lassen sich leicht ausbürsten. Das Fell hinter den Ohren und die Hose müssen allerdings intensiver gepflegt werden, da es relativ leicht verfilzt. Es ist empfehlenswert, das Fell einmal täglich zu kämmen, dann macht es stets einen gepflegten Eindruck.

Mastin del Pirineo genießen ausgedehnte Spaziergänge und lieben es, das ihnen anvertraute Revier zu bewachen. Während der Dämmerung ist ihr Wachinstinkt besonders stark ausgeprägt und man vernimmt ihr tiefes wohlklingendes Bellen, sobald sich Fremde nähern.

 

FCI-Standard N° 092

Pyrenäischer Mastiff (Mastin del Pirineo)

Übersetzung : Dr.J.-M. Paschoud.

Ursprung: Spanien.

Datum der Publikation des gültigen Originalstandards: 26. Mai 1982.

Verwendung:
Bewachung und Verteidigung. Zu scheue, ängstliche und charakterlich unausgewogene Exemplare müssen von der Zucht ausgeschlossen werden.
Früher wurde der Pyrenäen Mastiff zur Verteidigung gegen Raubtiere, im besonderen gegen Wolf und Bär, verwendet. Heute ist er ein vorzüglicher Wächter für Landgüter und deren Bewohner; er läßt sich leicht abrichten.

FCI-Klassifikation:
Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer-Molosser und Schweizer Sennenhunde
Sektion 2.2 Molosser, Berghunde. – Ohne Arbeitsprüfung

Allgemeines Erscheinungsbild:
Es handelt sich um einen sehr großen Hund von überdurchnittlichem Format und von mittleren Proportionen. Er ist harmonisch, ausgesprochen kräftig und muskulös. Festes Knochengerüst. Trotz seiner Größe darf er nicht den Anschein erwecken, schwerfällig oder träge zu sein. Das Haar ist nicht übertrieben lang.

Wichtige Proportionen:
Bei mittleren Proportionen mißt die Länge des Körpers nur wenig mehr als die Widerristhöhe. In allen seinen Proportionen wohlausgewogen und harmonisch. Die Länge des Schädels verhält sich zur Länge des Nasenrückens wie 5 : 4. Die Breite des Schädels ist gleich oder etwas größer als seine Länge. Das Verhältnis der Widerristhöhe zum Brustumfang verhält sich ungefähr wie 7 zu 10.

Verhalten und Charakter (Wesen):
Menschenfreundlich, ruhig, edel und sehr intelligent, ist er gleichzeitig mutig und stolz gegenüber Fremden, vor denen er niemals zurückweicht. In seinen Beziehungen zu anderen Hunden zeigt er sich gutmütig und seiner überlegenen Kraft bewußt. Bei Gelegenheit kämpft er mit sehr großer Geschicklichkeit, ein atavistisches Verhalten, welches von jahrhundertelangen Kämpfen mit dem Wolf herrührt. -Sein dunkles Bellen kommt tief aus der Brust; sein Ausdruck ist aufgeweckt.

KOPF:
Groß, Kräftig, mäßig lang. Die Länge des Schädels verhält sich zur Länge des Nasenrückens wie 5 zu 4. Die Längsachsen des Schädels und des Fangs sind sehr leicht divergent bis fast parallel. -Von oben gesehen müssen Kopf und Fang lang und ebenmäßig geformt sein, ohne großen Unterschied in der Breite am Ansatz des Fangs und an den Schläfen. Von der Seite gesehen soll der Kopf tief und nicht verbeult aussehen.

OBERKOPF:
Gesamtansicht : Breit, kräftig, im Profil leicht konvex. Die Breite des Schädels ist gleich oder etwas größer als seine Länge. Der Hinterhauptskamm ist ausgeprägt.

Stop: Sanft, wenig ausgeprägt, aber doch sichtbar.

GESICHTSSCHÄDEL:

Nasenspiegel:
Schwarz, feucht, groß und breit.

Fang:
Nasenrücken von der Seite gesehen gerade. Von oben gesehen ist der Fang leicht dreieckig, indem er sich von seinem breiten Ansatz an zum Nasenspiegel hin langsam und progressiv verjüngt, ohne jedoch spitz zu werden.

Lefzen:
Ohne jegliche Schlaffheit soll die Oberlippe die Unterlippe gut überdecken. -Die Unterlippe bildet einen markanten Mundwinkel. Die Schleimhäute sollen schwarz sein.

Zähne:
Weiß, kräftig und gesund. Eckzähne groß, lang, spitzig und für das Einfangen der Beute dicht ineinander greifend. Backenzähne groß und kräftig. Schneidezähne eher klein. Scherengebiß. Alle Prämolaren sollen vorhanden sein.

Augen:
Klein, mandelförmig, haselnußfarben; dunkel gefärbte Augen werden vorgezogen. Der Ausdruck ist aufmerksam, edel, sympathisch und intelligent, aber ausserordentlich streng einem Gegner gegenüber.

Augenlider:
Pigmentierung schwarz. Wenn der Hund aufmerksam ist, werden straff am Augapfel anliegende Lider vorgezogen. In Ruhestellung ist eine leichte Schlaffheit des Unterlids, welche einen kleinen Streifen Augenbindehaut sehen läßt, rassetypisch.

Ohren:
Von mittlerer Größe, dreieckig, flach hangend, höher als die Augenlinie angesetzt. In der Ruhestellung liegen sie dicht an den Wangen an. Wenn der Hund aufmerksam ist, stehen sie deutlich von den Wangen ab und sind in ihrem oberen und hinteren Drittel leicht aufgerichtet. Die Ohren sollen nicht kupiert sein.

Gaumen:
Schwarz, mit sehr ausgeprägten Querleisten.

HALS:
In Form eines Kegelstumpfes, breit, kräftig, muskulös und biegsam. Haut dick und etwas lose. Doppelte, gut ausgebildete, jedoch nicht übertrieben ausgeprägte Wamme.

KÖRPER

Gesamtansicht:
Rechteckig, mächtig und robust, den Eindruck von großer Kraft erweckend, jedoch geschmeidig und behend.

Widerrist: Gut ausgeprägt.

Obere Körperlinie: Gerade, auch in der Bewegung horizontal.

Rücken: Kräftig, muskulös.

Lenden: Lang, breit und kräftig, verschmälern sich zusehends gegen die Weichen zu.

Kruppe: Breit und stark. Ihre Neigung gegenüber der oberen Körperlinie sowie der Bodenhorizontalen beträgt 45 Grad. Die Höhe der Kruppe ist gleich der Widerristhöhe.

Brust: Breit, tief, muskulös und mächtig. Die Brustbeinspitze ist vorstehend. Rippenzwischenräume breit, Rippen rund. Das Verhältnis der Widerristhöhe zum Brustumfang verhält sich ungefähr wie 7 zu 10.

Bauch und Flanken: Bauch mäßig aufgezogen, Weichen tief, Flanken sehr breit.

Rute:
Mittelhoch angesetzt, am Ansatz dick, kräftig und biegsam. Das Haar ist eindeutig lang und weich und bildet eine wunderschöne Fahne. In Ruhestellung hängt sie tief und reicht mindestens bis zum Sprunggelenk; im letzten Drittel ist sie immer leicht gebogen. In der Bewegung und wenn der Hund erregt ist, wird sie in Säbelform erhoben getragen, mit einem eindeutigen Haken an der Spitze, aber ohne auf ihrer ganzen Länge gebogen zu sein, noch auf dem Rücken aufzuliegen.

GLIEDMAßEN

VORDERHAND:

Gesamtansicht:
Von vorne gesehen senkrecht, gerade und parallel. Muskeln und Sehnen sind deutlich sichtbar. Die Länge des Unterarms beträgt das Dreifache der Länge des Vordermittelfußes. Von guter Knochenstärke, Vordermittelfuß kräftig.

Schultern: Gut bemuskelt; Schulterblatt schräg, länger als der Unterarm.

Oberarm: Sehr kräftig. Ellenbogen stark knochig, am Brustkorb anliegend.

Unterarm: Knochen stark, gerade und kräftig.

Schulterblatt-Oberarmwinkel: Ungefähr 100 Grad.

Oberarm-Unterarm-Winkel: Ungefähr 125 Grad.

Vordermittelfuß: Von der Seite gesehen wenig schräg, praktisch in der Verlängerung des Unterarms.

Vorderpfoten:
Katzenpfoten. Zehen eng, mit kräftigen und hoch gewölbten Zehengliedern. Krallen und Fußballen kräftig und widerstandsfähig. Zwischenzehenhaut mäßig ausgebildet, behaart.

HINTERHAND

Gesamtansicht:
Mächtig, muskulös. Von der Seite gesehen sind die Winkelungen angemessen. Von hinten und von der Seite gesehen senkrecht. Hintermittelfuß gerade und senkrecht. Die Hinterhand muß die Fähigkeit haben, dem Hund den nötigen Schub mit Kraft und Eleganz zu vermitteln.

Oberschenkel: Kräftig, muskulös.

Hüftgelenkswinkel: Ungefähr 100 Grad.

Unterschenkel: Lang, gut bemuskelt und von guter Knochenstärke.

Oberschenkel-Unterschenkel-Winkel: Ungefähr 120 Grad.

Hintermittelfuß: Gut ausgeprägt, mit deutlich sichtbarer Achillessehne.

Sprunggelenkswinkel: Offen, ungefähr 130 Grad.

Hinterpfoten:
Katzenpfoten, von leicht ovaler Form, etwas länger als die Vorderpfoten. Afterkrallen, welche einfach oder doppelt sein können, sind vorhanden oder dürfen fehlen; ihre Entfernung ist zulässig. Bei gleichem Formwert werden die Hunde mit doppelten Afterkrallen vorgezogen.

GANGWERK:
Die bevorzugte Gangart ist der Trab, welcher harmonisch, kraftvoll und elegant sein soll; keine Tendenz, seitlich auszuschwenken. Kein Paßgang.

HAUT:
Elastisch, dick, von rosaroter Farbe, mit dunkler pigmentierten Stellen. Alle Schleimhäute sollen schwarz sein

HAARKLEID

Beschaffenheit des Haares:
Dicht, dick und von mäßiger Länge. Die ideale mittlere Länge, im mittleren Abschnitt der Oberlinie des Körpers gemessen, beträgt 6 bis 9 cm; das Haar ist länger an den Schultern, am Hals, unter dem Bauch, an der Hinterseite der Läufe sowie auch an der Rute, wo an der Fahne seine Struktur nicht so borstig ist wie sonst am Körper. Das Haar soll borstig sein, nicht von wollener Struktur.

Farbe des Haares:
Grundfarbe weiss, immer mit einer gut ausgebildeten Maske. Manchmal gibt es über den Körper unregelmäßig verteilte, scharf umrissene Flecken der gleichen Farbe wie die Maske. Ohren immer gefleckt. Dreifarbige oder rein weiße Exemplare sind unerwünscht. Die Spitze der Rute und die unteren Teile der Extremitäten sind immer weiß. Die Maske soll gut abgegrenzt sein. Es ist ein Vorteil, wenn die Umrandung der Flecken scharf umrissen ist. Der Ansatz der Haare soll so hell wie möglich sein, im Idealfall ganz weiß. Die am meisten geschätzten Farben sind, in der Reihenfolge ihrer Beliebtheit, rein weiß (schneeweiß) mit mittelgrauen, intensiv goldgelben, braunen, schwarzen, silberfarbenen, hell-beigen, sandfarbigen oder marmorierten Flecken. Unerwünscht sind rote Flecken und eine weiß-gelbliche Grundfarbe.

GRÖSSE:
Es gibt keine obere Limite für die Größe; bei gleichem Formwert haben die größeren Exemplare immer den Vorzug.
Untere Limite: Rüden 77 cm
Hündinnen 72 cm
Es wird jedoch gewünscht, daß die Hunde diese unteren Limits wesentlich überschreiten. Rüden sollten größer sein als 81 cm und Hündinnen größer als 75 cm.

FEHLER
Jede Abweichung von der vorgenannten Punkten muß als Fehler betrachtet werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Leichte Fehler:
– Von der Seite gesehen Nasenrücken leicht gewölbt.
– Fehlen irgendeines Prämolaren.
– Zangengebiß.
– Obere Rückenlinie nicht gerade, im Schritt wellenförmig bewegt, aber nicht übertrieben.
– Sehr leichte Scheuheit.
– Haar leicht gewellt.
– Haar im mittleren Abschnitt der oberen Rückenlinie etwas länger als 9 cm.

Schwere Fehler:
(Die von der Formwertbeurteilung „vorzüglich“ ausschliessen)
– Fang zugespitzt oder übermäßig stumpf.
– Allgemeine Schwäche der Läufe und der Pfoten.
– Extremitäten nicht senkrecht.
– Mäßig ausgebildeter Rückbiß.
– Nicht unfallbedingtes Fehlen verschiedener Prämolaren oder Eckzähne.
– Geringe Fehler im Gebissschluß der Schneidezähne.
– Leichter Sattelrücken.
– Höhe an der Kruppe beträchtlich größer als am Widerrist.
– In der Bewegung seitliches Ausschwenken der Vorderläufe.
– Sprunggelenke kuhhessig im Stand und in der Bewegung.
– Haar stark gewellt oder gekräuselt; Haar im mittleren Abschnitt
– der oberen Rückenlinie etwas kürzer als 6 cm oder etwas länger als 11 cm.
– Fehlen der Maske, nicht gefleckte Ohren.
– Kupierte Ohren oder Rute.
– Stark ausgesprochenes Entropium oder Ektropium.
– Allgemein unausgewogenes Wesen.
– Gesamthaft schwächlich oder träge.
– Auf der Kruppe aufliegende Rute, Fehlen der Fahne.
– Fehlende Hakenbildung an der Spitze der Rute.

AUSSCHLIEßENDE FEHLER:
(Die von der Zucht und von der Anerkennung der Rassenreinheit ausschließen)
– Spaltnase.
– Sehr ausgeprägter Vor-oder Rückbiß
– Depigmentierter Nasenschwamm und Schleimhäute.
– Fehlen der weißen Farbe. Spitze der Rute und untere Anteile der Extremitäten nicht weiß.
– Haarkleid ausschließlich weiß, Fehlen einer Maske.
– Haar im mittleren Abschnitt der oberen Rückenlinie nur 4 cm lang oder kürzer, oder länger als 13 cm.
– Unscharf begrenzte Flecken, welche sich von der Grundfarbe schlecht abheben und auf eine Kreuzung mit einer anderen Rasse hinweisen.

N.B.:
Rüden müßen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, welche sich vollständig im Hodensack befinden